Der Arbeitsspeicher eines Smartphones – auch RAM; kurz für „Random Access Memory“ – ist salopp ausgedrückt das „Gedächtnis“ des Handys. Dort werden alle aktuell vom Smartphone benötigten Dateien kurzzeitig gespeichert, damit der Prozessor jederzeit schnell darauf zugreifen kann. So ist es beispielsweise von der Größe des Arbeitsspeichers abhängig, wie schnell und wie viele Programme gleichzeitig geladen werden können.
Vor einigen Jahren galt ein Arbeitsspeicher von 2 Gigabyte (GB) als Standard. Mittlerweile gibt es immer mehr Modelle mit 4, 6 oder sogar 8 GB RAM. Bleibt die Frage: Wie viel RAM braucht man wirklich? Und ist mehr Speicherkapazität immer besser?
Die Größe des Arbeitsspeichers hängt vom Betriebssystem ab. Apple geht bei seinen iPhones mit dem Arbeitsspeicher in der Regel sparsam um. 2 GB reichen dort aus, da das iOS-Betriebssystem mit wesentlich weniger RAM auskommt als Googles Android.
Smartphone-Hersteller, die Android nutzen, müssen ihre Geräte von vornherein mit mehr RAM ausstatten, um beispielswiese mehrere Funktionen gleichzeitig ausführen zu können. Allein das Android-Betriebssystem kann schon bis zu 1,1 GB RAM für sich beanspruchen. Viele Android-Geräte mit wenig RAM haben dadurch oft mit Ladepausen zu kämpfen, weil Apps jedes Mal, wenn sie geöffnet werden, wieder neu geladen werden müssen.
Aufgrund neuer Funktionen wie Bild-in-Bild, ist auch der RAM-Bedarf in den letzten Jahren gestiegen. Apple gönnt neueren iPhone-Modellen mittlerweile auch 3 GB RAM. Bei Android gelten 4 GB als Standard. High-End-Geräte bieten sogar bis zu 8 GB Arbeitsspeicher.
Dennoch gilt nicht immer: Mehr ist besser. Denn ungenutzter Arbeitsspeicher ist ein richtiger Stromfresser. Der Arbeitsspeicher verbraucht immer Strom – egal ob er vollgeladen oder leer ist. Aus diesem Grund ist es auch sinnvoller, inaktive Apps einfach im Speicher zu lassen, anstatt sie aus dem Speicher zu entfernen. Denn diese müssen bei erneuter Benutzung wieder neu geladen werden, was wiederum viel Strom verbraucht.