Kurz gesagt, beschreibt die Datenautomatik die automatische und kostenpflichtige Aufbuchung von Datenvolumen. Konkret heißt das: Wer sein gebuchtes Datenvolumen innerhalb des Smartphone-Tarifs aufgebraucht hat, bekommt weiteres Volumen automatisch nachgeladen. Dieser Vorgang kann sich bis zu dreimal pro Monat wiederholen. In der Regel kostet einmal aufladen zwischen 2 und 5 Euro. Die Datenpakete umfassen dabei bis zu mehrere hundert Megabyte (MB).
Auf den ersten Blick mag sich die Datenautomatik noch ganz praktisch anhören. Immerhin muss der Kunde sich somit nicht mehr mit langsamen GPRS-Geschwindigkeiten rumschlagen, sondern kann nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens schnell weitersurfen. Aber: Die Datenautomatik ist bei den entsprechenden Tarifen automatisch voreingestellt. Wer das nicht weiß oder mal nicht dran denkt, zahlt drauf.
Die Datenautomatik kommt bei Vodafone und Marken der 1[&]1 Drillisch AG zum Einsatz. Telekom-Tarife kommen ohne Datenautomatik aus.
Vodafone hat die Datenautomatik – genannt SpeedGo – im Oktober 2014 bei den Red-Tarifen eingeführt. Mittlerweile ist sie in nahezu allen neueren Vodafone-Tarifen automatisch enthalten. Ist das monatliche Inklusiv-Volumen aufgebraucht, werden automatisch weitere 250 MB an schnellem Datenvolumen freigeschaltet. Die Erweiterung kann bis zu dreimal pro Monat erfolgen.
Vodafone-Kunden erhalten bei Verbrauch von 90 Prozent des Inklusiv-Volumens eine SMS, dass bei 100 Prozent weiteres Datenvolumen freigeschaltet wird. Der Nutzer kann die kostenpflichtige Zubuchung von Datenpaketen per SMS ablehnen. In diesem Fall sinkt die Übertragungsgeschwindigkeit nach Verbrauch des Monatsvolumens auf maximal 32 Kilobit pro Sekunde. Kunden, die dauerhaft kein zusätzliches Datenvolumen buchen möchten, können die Datenautomatik über die Vodafone-Hotline abschalten lassen.
Viele Drillisch-Marken, die im Netzverbund von Telefónica sind, wie Yourfone, smartmobil, discoPlus, DeutschlandSIM oder WinSIM, sind mit Datenautomatik ausgestattet. Lange Zeit galt die Datenautomatik hier als „fester Tarifbestandteil“ und konnte somit nicht deaktiviert werden. Mittlerweile kann man aber auch bei den Marken die Datenautomatik schriftlich oder per Telefon abbestellen.
Wer einen Tarif mit Datenautomatik gebucht hat und die Option nicht deaktivieren kann, hat die Möglichkeit, in seinem Smartphone eine Volumengrenze einzurichten. In diesem Fall schaltet das Smartphone das mobile Internet ab, wenn die festgelegte Volumengrenze erreicht ist.
Zudem kann der Kunde – nachdem er die SMS vom Anbieter erhalten hat, dass sein Inklusiv-Volumen in Kürze aufgebraucht ist – die mobile Datennutzung ausschalten. Stattdessen kann auf WLAN ausgewichen werden. Insgesamt gilt: Nutzer, die oft an die Grenzen ihres Datenvolumens stoßen, sollten einen Tarif mit einem größeren Monatsvolumen buchen. Das ist auf Dauer sinnvoller als die regelmäßige Zubuchung von kleinen Datenpaketen.